1.Veranstaltungen 2026
1.1.Veranstaltungen Herbst/Winter 2026
1.1.1.Dienstag, 8. September 2026: Führung
Führung durch die Kapitelsäle des Mainzer Doms
Wie in den Klöstern bildete auch im Domstift der Kapitelsaal das Zentrum des gemeinschaftlichen Lebens. Hier wurden in den wöchentlichen Kapitelsitzungen die Angelegenheiten des Domstifts beraten. Darüber hinaus fanden im Kapitelsaal die Vereidigung der Domkanoniker sowie am Gründonnerstag die österliche Fußwaschung statt.
In der kunsthistorischen Forschung wird die sogenannte Memorie als spätromanischer Kapitelsaal diskutiert. Spätestens seit der Mitte des 14. Jahrhunderts ist die an den südlichen Kreuzgangflügel angrenzende Halle, in der sich heute die Räume des Dom- und Diözesanmuseums befinden, als Kapitelsaal urkundlich belegt.
Die Führung durch die Direktorin des Dom- und Diözesanmuseums Dr. Anja Lempges und die Konservatorin Britta Hedtke M.A. umfasst den Besuch beider Räume und vermittelt die neuesten Erkenntnisse der bauhistorischen Forschung. Darüber hinaus werden die Planungen für die künftige museale Konzeption des ehemaligen Kapitelsaales vorgestellt.
Termin: Dienstag, 08. September 2025
Uhrzeit: 17 Uhr
Treffpunkt: Kreuzgang, Eingang Dommuseum
1.1.2.Sonntag, 13. September 2026: Führungen zum Tag des offenen Denkmals
Führung: Der Mainzer Hauptfriedhof - das ganze Leben der Stadt
1903 wurde auf dem Mainzer Hauptfriedhof nicht nur eines der ersten Krematorien Deutschlands eröffnet, sondern auch eine umfassende Publikation zum 100jährigen Bestehen der Friedhofsanlage vorgelegt. Sie führt bedeutende Persönlichkeiten und kunstvolle Grabsteine auf. Viele von ihnen sind heute in schlechtem Zustand oder gar verloren. Die Führung des Mainzer Altertumsvereins stellt anhand ausgewählter Gräber und Personenkreise bemerkenswerte Denkmäler und die damit verbundenen Geschichten vor. Ebenso wird die Problematik der Steinkonservierung angesichts des fortschreitenden Verfalls thematisiert.
Termin: 13. September 2026
Uhrzeit: 14 Uhr und 15.30 hr
Treffpunkt: Hauptfriedhof Mainz, Untere Zahlbacher Str. (Trauerhalle)
1.1.3.Montag, 5. Oktober 2026: Buchvorstellung
Vorstellung des Jahrgangs 2025 der Mainzer Zeitschrift (Band 120)
Unser Redakteur der Mainzer Zeitschrift, Prof. Dr. Wolfgang Dobras, stellt den neuesten Jahrgang des vom Mainzer Altertumsverein herausgegebenen Jahrbuchs vor. Im Anschluss referiert einer der Autoren des Bandes, Herr Diplom-Designer Harald Kubiczak, über das Leben der in Vergessenheit geratenen jüdischen Künstlerin Henriette Mannheimer aus Mainz.
Die Mitglieder des MAV können an diesem Abend den druckfrischen Band 120 der Mainzer Zeitschrift in Empfang nehmen.
Termin: Montag, 12. Oktober 2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Stadtarchiv Mainz, Rheinalle 3B
Harald Kubiczak (Frankfurt am Main): „Wo wir sie treffen!“ – Die jüdische Mainzer Künstlerin Henriette Mannheimer (1899–1939)
„Wo wir sie treffen!“ – mit diesem Satz endet ein Zeitungsartikel von 1931 über Henriette, kurz Henny, Mannheimer. Der Satz ist die thematische Klammer eines Essays und Vortrags über die 1899 in Mainz geborene jüdische Künstlerin, über deren Leben bislang nur wenig bekannt war. Henriette Mannheimer – ihr Vater Berthold ist Rechtsanwalt in Mainz, er entstammt einer alten jüdischen Familie in Worms – besucht die Mainzer Höhere Mädchenschule, später die Kunst- und Gewerbeschule, studiert Malerei in München. Sie schafft ein eigenständiges künstlerisches Werk, von dem im Sommer 1931 etwa 250 Gemälde, Grafiken und Plastiken in der Mainzer Kunsthalle vorgestellt werden. Zwei Jahre darauf flieht Henriette Mannheimer mit ihren Eltern und den Geschwistern Gisela und Herbert nach Paris. Im Exil setzt sie ihr Schaffen fort, stellt bei den Salons d’Automne aus. Durch die Recherchen des Autors in Archiven in Frankreich, Israel und anderorts, wie auch durch einen ihr erstmals zugeordneten Sammlungsbestand in der Schweiz, können nun ein Teil des bislang verschollenen Werks der Künstlerin, deren Leben im Exil, ihr früher Tod sowie auch die Schicksale ihrer Nächsten vorgestellt werden.
1.1.4.Montag, 12. Oktober 2026: Führung
Führung durch unser Beiratsmitglied Gernot Frankhäuser: St. Johannis, der „Alte Dom“
Die Ergebnisse archäologischer Ausgrabungen und der Bauforschung der letzten Jahre haben belegt, was vorher eine These war: die Mainzer Johanniskirche war die Mainzer Bischofskirche bis zur Fertigstellung des „neuen Doms“.
Nach Beendung der Grabungen ist vor Ort Gelegenheit, der Baugeschichte von der Spätantike bis in das 20. Jahrhundert nachzuspüren.
Termin: Mittwoch, 28. Oktober 2026
Uhrzeit: 16 - 17.30 Uhr
Treffpunkt: Eingang Johannisstraße
Bitte beachten Sie: Die Kirche ist nach wie vor eine Baustelle und nicht barrierefrei zugänglich!
Veranstaltungshinweis zu dieser Führung:
Am Dienstag, 13. Oktober 2026, 18 Uhr, spricht im Landesmuseum Mainz Dr. Guido Faccani, seit 2015 Forschungsleiter in St. Johannis, über Erzbischof Hatto I. als Bauherr in Mainz, St. Gallen und auf der Reichenau.
1.1.5.Mittwoch, 28. Oktober 2026: Führung
Führung zum römischen Theater und zum Eichelstein auf der Zitadelle
Die verantwortlichen Archäologen bei Stadt und Land für diese römischen Geländedenkmäler, Herr Dr. Jens Dolata und Herr Daniel Geißler M.A., erklären den sichtbaren Ruinenbestand, Erkenntnisse aus den Ausgrabungen der vergangenen Jahre und die laufenden Konservierungsarbeiten an den antiken Bauten. Ebenfalls werden aktuelle Forschungsansätze und Perspektiven für die Denkmalvermittlung aufgezeigt. Stadtgeschichtlich können römische und festungszeitliche Aspekte an beiden Monumenten verknüpft werden. Aus der Zusammenschau der verschiedenen Befunde ergibt sich eine gute Durchdringung der für die Quellenschau von archäologischen und historischen Belegen interessanten Kulturdenkmäler.
Herr Dr. Jens Dolata ist Archäologe bei der Denkmalfachbehörde des Landes. Er ist stellvertretender Leiter der Außenstelle Mainz der Landesarchäologie bei der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und gehört in dieser Funktion dem Beirat des MAV an. Daniel Geißler M.A. ist ebenfalls Archäologe und Projektleiter beim Projektmanagement Römisches Erbe der Gebäudewirtschaft Mainz.
Termin: Mittwoch, 28. Oktober 2026
Uhrzeit: 16.00 - 17.30 Uhr
Treffpunkt: Zitadellenweg oberhalb des römischen Theaters an der Treppe zur Lutherkirche (Einmündung Salvatorstraße).
1.1.6.Montag, 2. November 2026: Vortrag
Das Mainzer Domkapitel im Dreißigjährigen Krieg – Handlungsspielräume und Herrschaftspraxis im Erzstift Mainz (1637–1649)
Isabell Rahms, M.A., M.Ed. (Mainz)
Das Mainzer Domkapitel gehörte zu den zentralen Institutionen des Erzstifts Mainz. Dennoch konzentrierte sich die Forschung bislang vor allem auf seine verfassungsrechtliche Stellung oder seine personelle Zusammensetzung. Weitgehend unbeantwortet blieb dagegen die Frage, welche konkreten Aufgaben das Domkapitel während des Dreißigjährigen Krieges wahrnahmen und welche Handlungsspielräume ihm im Machtgefüge des Erzstifts tatsächlich zur Verfügung standen.
Der Vortrag widmet sich diesen bislang kaum untersuchten Aspekten für die Jahre 1637 bis 1649. Auf der Grundlage der nahezu vollständig erhaltenen Domkapitelprotokolle sowie zahlreicher weiterer archivalischer Quellen wird rekonstruiert, wie das Domkapitel im Spannungsfeld von Kurfürst, Besatzungsmächten, Städten und weiteren Institutionen agierte. Dabei werden unter anderem seine Rolle in der Kriegs- und Besatzungszeit, seine Mitwirkung an der Herrschaftsausübung sowie seine politischen, wirtschaftlichen und kirchlichen Aufgaben beleuchtet. Der Vortrag gibt zugleich Einblicke in aktuelle landesgeschichtliche Forschungsansätze und zeigt, welchen Beitrag die Untersuchung zum Verständnis des Erzstifts Mainz im letzten Drittel des Dreißigjährigen Krieges leisten kann.
Termin: Montag, 02. November 2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Forum der Volksbank Darmstadt Mainz
1.1.7.Einladung zur Jahresmitgliederversammlung
am Montag, 30. November 2026, um 17.00 Uhr
im Forum der Volksbank Darmstadt Mainz am Neubrunnenplatz
Tagesordnung
1. Bericht des Vorsitzenden
2. Bericht des Schriftführers
3. Bericht des Schatzmeisters
4. Bericht der Kassenprüfer
5. Entlastung des Vorstands
6. Neuwahlen der Kassenprüfer
7. Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ab 2027
8. Programm für das Frühjahr 2027
9. Verschiedenes
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
1.2.Montag, 30. November 2026: Festvortrag im Anschluss an die Mitgliederversammlung
„Kurz ist das Leben, lang ist die Kunst“ – Gräber von Künstlern auf dem Mainzer Hauptfriedhof
Gernot Frankhäuser (Mainz)
Der Mainzer Hauptfriedhof ist Ruhestätte zahlreicher Künstler und ganzer Malerdynastien. Auch wenn die Grabsteine meist nur ihre biographischen Eckdaten mitteilen, lohnt es, den verwandtschaftlichen Beziehungen unter ihnen nachzugehen und die künstlerisch anspruchsvolle Gestaltung ihrer Grabmäler eingehender zu betrachten. Der Vortrag beschäftigt sich mit den in Mainz wirkenden Künstlern des 19. Jahrhunderts und stellt etliche der Werke vor, die sie für ihre Heimatstadt schufen.
Termin: Montag, 30. November 2026 (im Anschluss an die Mitgliederversammlung)
Ort: Forum der Volksbank Darmstadt Mainz
1.2.1.Montag, 14. Dezember 2026: Vortrag
Ein "monumentaler Grenzstein" - Die Oppenheimer Katharinenkirche zwischen Reich, Erzstift Mainz und Stadt
Dr. habil. Eduard Sebald (Mainz)
Die Gründung der Stadt Oppenheim, wahrscheinlich kurz nach 1220 unter Kaiser Friedrich II., provozierte territorialpolitische Konflikte, denn die neue Reichsstadt grenzte unmittelbar an das Kernland des Erzstifts Mainz. Die Mainzer Erzbischöfe empfanden sie als Bedrohung und suchten in der Folge die Kommune unter ihre Kontrolle zu bringen. Dies gelang 1315, als König Ludwig IV. Oppenheim mit Odernheim, der Schwabsburg, dem Ort Nierstein und den beiden Ingelheim an das Erzstift Mainz und an Erzbischof Peter von Aspelt verpfändete. Es ist sicher kein Zufall, dass Peter von Aspelt 1317 ein Katharinenstift an der gleichnamigen staufischen Pfarrkirche gründete. Der Mainzer gilt auch als Initiator des hochgotischen Langhauses der Katharinenkirche mit seiner berühmten Südseite. Das Beispiel führt vor Augen, dass die gesamte Architektur und die Glasmalerei des bekannten Sakralbaus ein markanter Beleg dafür sind, dass sich politische und gesellschaftliche Vorgänge der Zeit in der Kunst direkt niederschlagen können. Im Vortrag wird die gesamte Baugeschichte mit dieser Fragestellung dargestellt.
Termin: 14. Dezember 2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Forum der Volksbank Darmstadt Mainz, Neubrunnenplatz Mainz
1.3.Veranstaltungen Winter/Frühling 2026
1.4.Bereits stattgefundene Veranstaltungen 2026
1.4.1.Dienstag, 06. Januar 2026: Führung
Führung durch die Sonderausstellung "Auf zu neuen Werken" - Max Slevogt und sein Verleger Bruno Cassirer
Als "König der Illustration" wird Max Slevogt, der berühmte deutsche Impressionist, von Zeitgenossen gefeiert. Die Sonderausstellung widmet sich erstmals intensiv seiner einzigartigen Zusammenarbeit mit dem einflussreichsten Verleger Berlins der Weimarer Republik, Bruno Cassirer, die diesen Ruf begründete. In diesem Verlag erschien der größte Teil von Slevogts umfangreichen sehr innovativen Illustrationswerken. Grundlage der Präsentation ist die weitgehend unveröffentlichte Korrespondenz, die zahlreiche neue Erkenntnisse über ihre Erfolgsstory, die Zeitgeschichte, ihr Netzwerk sowie das persönliche Verhältnis dieser beiden herausragenden Persönlichkeiten liefert.
Termin: 06. Januar 2026
Uhrzeit:18 Uhr
Ort: Landesmuseum Mainz
Um verbindliche Anmeldung beim Altertumsverein wird zwecks Planung der Veranstaltung gebeten (Telefon 0157 559 776 88 oder E-Mail info@mainzer-altertumsverein.de )
1.4.2.Freitag 09. Januar 2026: Führung über den Mainzer Hauptfriedhof
Führung mit Dr. Georg Peter Karn, Dr. Karin Kraus, Gernot Frankhäuser, Dr. Luzie Bratner
In einer weiteren Führung über den Hauptfriedhof führen wir Sie zu den Grabsteinen bekannter Mainzer Persönlichkeiten. Anschließend besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Einkehr und zum Austausch im Warmen im "Baron" auf dem Uni-Campus.
Bitte melden Sie sich an unter Tel. 0157 55977688 oder info(at)mainzer-altertumsverein.de
Helfen Sie auch tatkräftig mit und machen Sie im Familien-, Bekannten- und Freundeskreis und bei allen, die den Hauptfriedhof als einen besonderen und herausragenden Ort in Mainz schätzen, auf die Spendensammlung aufmerksam.
Spenden können Sie einfach und unkompliziert
über die Webseite www.viele-schaffen-mehr.de/Projekte/mainzer-hauptfriedhof
oder per Banküberweisung: IBAN: DE71 5519 0000 0022 0990 22 (Verwendungszweck: Rettung Mainzer Grabmäler).
Wir bedanken uns für Ihre Spende sowie die Bewerbung dieser Aktion und freuen uns darauf, Sie zu sehen.
Termin: Freitag, 09.01.2025
Uhrzeit: 15 Uhr
Treffpunkt: Eingang Untere Zahlbacher Straße (Trauerhalle)
1.4.3.Montag, 19. Januar 2026: Vortragsveranstaltung
Vortragsveranstaltung zum Kurfürstlichen Schloss anlässlich der Wiederherstellung sowie der Jahrtausendfeier 1925 mit Gernot Frankhäuser und Dr. Georg Peter Karn
Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Wiederherstellung des Kurfürstlichen Schlosses findet ein Vortragsabend mit unserem Beiratsmitglied Gernot Frankhäuser und unserem ersten Vorstand Dr. Georg Peter Karn statt.
Gernot Frankhäuser (Landesmuseum Mainz): Der Mainzer Beitrag zur "Jahrtausendfeier der Rheinlande" 1925
Im französisch besetzten Rheinland begingen mehrere Städte ein aus heutiger Sicht etwas konstruiertes Jubiläum. In einer megalomanen Schau in Köln wurden mehrere 1.000 Exponate präsentiert, zu denen auch Mainzer Sammlungen beitrugen. Und schließlich richtete Mainz im kurfürstlichen Schloss eine eigene Präsentation mit "Alter Kunst" aus. Dabei wurden 2.000 Exponate von mehr als 185 Leihgebern gezeigt - eine Ausstellung der Superlative, die Mainz seitdem nicht mehr erlebt hat.
Dr. Georg Peter Karn: "... glücklich abgeschlossen" - die große Instandsetzung des Kurfürstlichen Schlosses 1902 bis 1925.
Vor genau hundert Jahren endete die mehr als zwei Jahrzehnte dauernde grundlegende Wiederherstellung des ehem. Mainzer Residenzschlosses. Der lange zweckentfremdete, ab 1842 museal genutzte Bau wurde damit wieder zu einem Glanzstück des historischen und kulturellen Selbstverständnisses der Stadt. In der umfangreichen Maßnahme spiegelten sich zugleich exemplarisch die kunstgeschichtlichen und denkmalpflegerischen Diskussionen der Zeit.
Termin: Montag 19. Januar 2026
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Forum der Volksbankd Darmstadt Mainz, Neubrunnenplatz Mainz
1.4.4.Dienstag, 20. Januar 2026: Histotainment- und Informationsveranstaltung zugunsten des Mainzer Hauptfriehofs mit Tino Leo
Friedrich Lehne und die Maizer Republik
Tino Leo und Dr. Kai-Michael Sprenger (Stiftung Orte der deutschen Demokratiegesschichte)
Zu den bedeutenden historischen Persönlichkeiten, die auf dem Mainzer Hauptfriedhof begraben sind, gehört Friedrich Lehne (1771-1836), einer der Vorkämpfer der Mainzer Republik. Durch sein Eintreten für die Verteidigung der Menschenrechte, für soziale Gerechtigkeit und Pressefreiheit gilt er heute auch als ein Wegbereiter der Demokratie in Deutschland.
In seinem kurzen Ein-Personen-Theaterstück "Der Freiheitsbaum" lässt der Autor, Schauspieler und Histotainer Tino Leo die spannende und wechselvolle Geschichte der Mainzer Republik von 1792/93, des ersten demokratischen Gehversuchs auf deutschem Boden, mit Friedrich Lehne und anderen Protagonisten lebendig werden. Tino Leo entwickelt, schreibt und spielt Theaterstücke zu historischen und politischen Themen, mit denen er im ganzen deutschsprachigen Raum, vor allem auch in Schulen unterwegs ist.
Dr. Kai-Michael Sprenger, Gründungsdirektor der Bundesstiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, führt in das Leben und Wirken Friedrich Lehnes ein, der später als Altertumsforscher und Stadtbibliothekar das Geistesleben der Stadt mitprägte und zu den Gründern des Mainzer Museums und zu den Initiatoren des Gutenberg-Denkmals gehörte. Die Veranstaltung des Mainzer Altertumsvereins in Kooperation mit dem Stadtarchiv Mainz unterstützt die Initiative zur Erhaltung des Mainzer Hauptfriedhofs. Mit einer Spendensammlung und Crowdfundfing-Aktion soll die Restaurierung des Grabmals von Friedrich Lehne sowie weiterer Persönlichkeiten ermöglicht werden.
Termin: 20.01.2026
Uhrzeit: 17 Uhr
Ort: Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz, Rheinallee 3B.
Eintritt: frei - Spenden für Grabmal-Restaurierung willkommen
1.4.5.Montag, 09. Februar 2026: Vortrag
Die Altmünsterkirche - Wechselvolle Geschichte eines unterschätzten Kirchbaus
Dr. Christian George (Archiv der Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Selbst vielen Mainzern ist die Altmünsterkirche kaum ein Begriff. Im Schatten des Altmünstercenters wird sie leicht übersehen. Dabei hat sie eine höchst bemerkenswerte Geschichte: Sie wechselte mehrfach ihre konfessionelle Zugehörigkeit und wurden zwischenzeitig auch zu wissenschaftlichen, medizinischen und militärischen Zwecken genutzt. Beginnend mit der Gründung des Altmünsterklosters um 700 beleuchtet der Vortrag 1300 Jahre Geschichte in Altmünster mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Wiederaufbau der heutigen Ev. Altmünsterkirche in den 1960er Jahren.
Termin: Montag, 9. Februar 2026
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Ort: Volksbank Darmstadt Mainz, Neubrunnenplatz Mainz
1.4.6.Mittwoch, 18. Februar 2026: Führung

- Bibliothek des LEIZA.[Bild: © Sven Hasselbach Fotografie]
Führung durch die Ausstellung "Wissensfundament" und die Bibliothek des LEIZA
Dr. Henriette Baron, Dr. Annette Frey (LEIZA)
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des LEIZA! In der Ausstellung "Wissensfundament" zeigt Dr. Henriette Baron, was das LEIZA als modernes Forschungsmuseum ausmacht und wie in seiner 170-jährigen Geschichte das Fundament dafür gelegt wurde. Es ist der ideale Ort, um einmal einen Blick auf das enorme Arbeitsgebiet des LEIZA in Raum und Zeit zu werfen!
Die Bibliothek des LEIZA gehört mit rund 9 Kilometern Literatur zu den größten archäologischen Fachbibliotheken Europas. Unser Vorstandsmitglied Dr. Annette Frey lädt Sie auf einen Streifzug durch diesen beeindruckenden Wissensspeicher ein und verrät, wie hier täglich geforscht, sortiert und zwischen Vergangenheit und Gegenwart vermittelt wird.
Zurzeit ist dort außerdem die Posterausstellung "Ein gut Theil Eigenheit" des Projektes AktArcha zu sehen, an dem das LEIZA als Kooperationspartner beteiligt war. Gewinnen Sie einen lebendigen Einblick in das Leben und Wirken früher Pionierinnen der Archäologie. Neben den informativen Postern erwarten Sie zudem ausgewählte Archivalien und Literatur, die die Geschichten dieser bemerkenswerten Frauen weiter vertiefen.
Termin: Mittwoch, 18. Februar 2026
Zeit: 18 Uhr
Treffpunkt: Leibniz-Zentrum für Archäoloige (LEIZA), Foyer. Ludwig-Lindenschmit-Forum 1, 55116 Mainz
1.4.7.Montag, 09. März 2026: Vortrag
Zum Aussagewert römischer Bauglieder in Deutschland: ein Fallbeispiel aus Mainz
Univ.-Prof. Dr. Johannes Lipps (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Die römische Steinarchitektur stellt einen einmaligen Schatz kulturellen Erbes dar, der frühe Formen nachhaltiger Urbanität in Deutschland bezeugt. Ihr Großteil ist jedoch als dislozierte Bauglieder (disiecta membra) überliefert, die bisher kaum bekannt, geschweige denn publiziert sind. Das im Jahr 2023 begonnene Akademievorhaben "Disiecta Membra" dient daher der Erschließung, Vernetzung und Auswertung dieses Materialcorpus.
In den Jahren 2024 und 2025 wurden in Zusammenarbeit mit der GDKE erstmals alle römischen Bauglieder aus Mainz in einer Datenbank erfasst. Der Vortrag möchte einen Eindruck von den damit verbundenen Erkenntnismöglichkeiten liefern.
Termin: Montag, 09. März 2026
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Ort: Forum der Volksbank Darmstadt Mainz, Neubrunnenplatz Mainz
1.4.8.Dienstag, 17. März 2026: Führung
Führungen durch die neue Ausstellung "Shalom am Rhein - 1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz"
"Shalom am Rhein" führt durch über 1000 Jahre jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz - von den SchUM-Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz, die im Mittelalter das gesamte europäische Judentum prägten und heute UNESCO-Welterbe sind, bis in die Gegenwart.
Dieselben Orte, die einst helle Zentren voller Wissen, Kultur und Glaube waren, wurden auch Zeugen dunkler Episoden der Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung. Berührende Objekte, eindrucksvolle Biografien und Spuren von Zerstörung und Neubeginn eröffnen im Landesmuseum Mainz neue Blicke auf das Miteinander der jüdischen und der nicht-jüdischen Gesellschaft. Erleben Sie die lange, reiche und untrennbar mit Rheinland-Pfalz verwobene jüdische Geschichte.
Die Ausstellung widmet sich dabei auch dem reichen Landjudentum, das sich abseits der großen Zentren am Rhein entfaltete und über Jahrhunderte das Gesicht der Region prägte. In kleinen Gemeinden, zwischen Kirchturm und Dorfplatz, entstanden Synagogen und Friedhöfe, die noch heute von diesem Alltag erzählen. Hier lebten Jüdinnen und Juden als Minderheit inmitten der Mehrheitsgesellschaft - oft gezwungen, sich anzupassen, und zugleich fest entschlossen, ihre eigenen Traditionen zu bewahren. Diese Balance zwischen Nähe und Eigenständigkeit verlieh den Gemeinschaften eine besondere Stärke. Sichtbar wird auch die Rolle der Frauen, die schon zu früher Zeit in Familie, Religion und Handel selbstbewusst Verantwortung übernahmen - ein Bild von Eigenständigkeit, das seiner Zeit voraus war.
So entfaltet "Shalom am Rhein" ein lebendiges Panorama jüdischen Lebens zwischen Integration und Ausgrenzung, Stadt und Land, Tradition und Erneuerung.
Termin: 17. März 2025
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Landesmuseum Mainz
Um verbindliche Anmeldung beim Altertumsverein wird zwecks Planung der Veranstaltung gebeten (Telefon 0157 559 776 88 oder E-Mail info@mainzer-altertumsverein.de )
1.4.9.Mittwoch, 25. März 2026: Führung

- Dem Ehrenpräsidenten der Mainzer Liedertafel Wilhelm Preetorius gewidmete Medaille mit der Abbildung des Konzerthauses der Liedertafel (Große Bleiche 56), 1894.[Bild: (Stadtarchiv Mainz BPSF/7337 A, Foto: Klaus Benz).]
Führung durch die Ausstellung: Mainz singt - auf Spurensuche im Archiv der Liedertafel.
Prof. Dr. Klaus Pietschmann (JGU Mainz, Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft)
Die Ausstellung widmet sich einer Institution, die das Mainzer Musikleben weit über ein Jahrhundert hinweg maßgeblich geprägt hat. Gegründet 1831, stieg die Liedertafel gemeinsam mit dem 1836 hinzugekommenen Damen-Gesangverein rasch zur weit über die Stadtgrenzen hinaus renommiertesten Mainzer Chorvereinigung auf und war über mehrere Jahrzehnte hinweg prominente Mitausrichterin der Mittelrheinischen Musikfeste - hier waren Konzerte mit 1000 Chorist:innen keine Seltenheit.
Bekannte Komponisten wie Felix Mendelssohn-Bartholdy, Giacomo Meyerbeer oder Paul Hindemith standen in engem Austausch mit der Mainzer Liedertafel und schrieben sogar Auftragskompositionen für sie. Ihr prachtvoller Konzertsaal in der Großen Bleiche war ein Zentrum des Mainzer Kulturbetriebs.Das umfangreiche Archiv der Mainzer Liedertafel wurde dem Musikwissenschaftlichen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zur Verwahrung übergeben und wird von der Universitätsbibliothek Mainz betreut. Es umfasst neben dem Notenmaterial auch Korrespondenz, Protokollbücher, Jahresberichte und viele weitere Materialien, die das Vereinsleben und den Konzertbetrieb dokumentieren.
Die Ausstellung beleuchtet wichtige Stationen wie etwa die Gutenbergfeiern oder die Mittelrheinischen Musikfeste näher, aber auch die Auswirkungen der NS-Zeit und die Nachkriegsjahre werden thematisiert.
Termin: Mittwoch, 25. März 2026
Zeit: 17:00 Uhr
Treffpunkt: Johannes Gutenberg-Universität, SCHULE DES SEHENS (Philosophische Fakultät, Jakob Welder-Weg 18, 55128 Mainz, Vorgebäude)
1.4.10.Veranstaltung des Mainzer Altertumsvereins zum Tag der Demokratiegeschichte 2026

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Mainzer Demokratinnen und Demokraten vom 18. bis ins 20. Jahrhundert: Führung auf dem Mainzer Hauptfriedhof
Auf dem Mainzer Hauptfriedhof haben seit den Vorkämpferinnen und Vorkämpfern der Mainzer Republik von 1793, die das erste nach demokratischen Grundsätzen gewählte Parlament in Deutschland schufen, viele mutige Demokratinnen und Demokraten ihre letzte Ruhe gefunden. Ein Rundgang stellt hier begrabene Persönlichkeiten der Demokratiegeschichte vor, wie Friedrich Lehne, Kathinka Zitz-Halein, Eduard David und Emil Kraus.
Termin: Samstag, 21. März 2026
Uhrzeit: 15 Uhr
Treffpunkt: Hauptfriedhof (Trauerhalle), Untere Zahlbacher Straße Eintritt frei!
1.4.11.Dienstag, 14. April: Führung
Führung durch die Sonderausstellung "Von Albrecht von Brandenburg zu Abraham Roentgen"
Dr. Winfried Wilhelmy
Im stimmungsvollen Kreuzgangobergeschoss des Dommuseums sind ausgewählte Meisterwerke von der Spätgotik bis zum Klassizismus präsentiert: Spitzenstücke der mittelrheinischen Skulptur und Malerei des 15. Jahrhunderts werden dabei ergänzt von Tafelbildern aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. sowie dem frisch restaurierten "Wurzel Jesse-Retabel" des Altenburger Bildschnitzers Franz Geringswald (aktiv um 1510/20).
Eigens für die Ausstellung zusammengesetzt ist der Renaissancerahmen, der die Königin Fastrada (gest. 794) verherrlicht, die vierte Ehefrau Karls des Großen. Unter den Werken der Barockzeit besticht die sogenannte Hausmutter, die einst zu den wichtigsten Kultbildern von Mainz gehörte und erstmals seit 200 Jahren wieder öffentlich zu sehen ist. Blickfang dieser Abteilung ist das 1758 gearbeitete Drehtabernakel von Abraham Roentgen, das drehbar präsentiert wird. Vor einer meterhohen Darstellung des 1793 brennenden Domes verweist die 1802 entstandene Globusuhr des Mainzer Priestermechanikers Paters Alexius Johann am Ende der Ausstellung auf das kommende Zeitalter der Wissenschaften.
Termin: Dienstag, 14. April 2026
Uhrzeit: 17 Uhr
Ort: Dom- und Diözanmuseum Mainz
Unkostenbeitrag: 3 Euro / Person
Um verbindliche Anmeldung beim Altertumsverein bis zum 10.4.2026 wird gebeten
(Tel. 0157 559 776 88 oder per E-Mail: info(at)mainzer-altertumsverein.de ).














