0.Veranstaltungen 2026

0.1.Veranstaltungen Winter/Frühling 2026

0.1.1.Montag, 19. Januar 2026: Vortragsveranstaltung

Carl Behr: Blick in die Mainzer Ausstellung im Kurfürstlichen Schloss 1925[Bild: GDKE, Landesmuseum Mainz, Foto: U. Rudischer]

Vortragsveranstaltung zum Kurfürstlichen Schloss anlässlich der Wiederherstellung sowie der Jahrtausendfeier 1925 mit Gernot Frankhäuser und Dr. Georg Peter Karn

Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Wiederherstellung des Kurfürstlichen Schlosses findet ein Vortragsabend mit unserem Beiratsmitglied Gernot Frankhäuser und unserem ersten Vorstand Dr. Georg Peter Karn statt.

Gernot Frankhäuser (Landesmuseum Mainz): Der Mainzer Beitrag zur "Jahrtausendfeier der Rheinlande" 1925

Im französisch besetzten Rheinland begingen mehrere Städte ein aus heutiger Sicht etwas konstruiertes Jubiläum. In einer megalomanen Schau in Köln wurden mehrere 1.000 Exponate präsentiert, zu denen auch Mainzer Sammlungen beitrugen. Und schließlich richtete Mainz im kurfürstlichen Schloss eine eigene Präsentation mit "Alter Kunst" aus. Dabei wurden 2.000 Exponate von mehr als 185 Leihgebern gezeigt - eine Ausstellung der Superlative, die Mainz seitdem nicht mehr erlebt hat.

Dr. Georg Peter Karn: "... glücklich abgeschlossen" - die große Instandsetzung des Kurfürstlichen Schlosses 1902 bis 1925.

Vor genau hundert Jahren endete die mehr als zwei Jahrzehnte dauernde grundlegende Wiederherstellung des ehem. Mainzer Residenzschlosses. Der lange zweckentfremdete, ab 1842 museal genutzte Bau wurde damit wieder zu einem Glanzstück des historischen und kulturellen Selbstverständnisses der Stadt. In der umfangreichen Maßnahme spiegelten sich zugleich exemplarisch die kunstgeschichtlichen und denkmalpflegerischen Diskussionen der Zeit.

Termin: Montag 19. Januar 2026

Uhrzeit: 18 Uhr 

Ort: Forum der Volksbankd Darmstadt Mainz, Neubrunnenplatz Mainz

0.1.2.Dienstag, 20. Januar 2026: Histotainment- und Informationsveranstaltung zugunsten des Mainzer Hauptfriehofs mit Tino Leo

Tino Leo[Bild: Klaus Euteneuer]

Friedrich Lehne und die Maizer Republik

Tino Leo und Dr. Kai-Michael Sprenger (Stiftung Orte der deutschen Demokratiegesschichte)

Zu den bedeutenden historischen Persönlichkeiten, die auf dem Mainzer Hauptfriedhof begraben sind, gehört Friedrich Lehne (1771-1836), einer der Vorkämpfer der Mainzer Republik. Durch sein Eintreten für die Verteidigung der Menschenrechte, für soziale Gerechtigkeit und Pressefreiheit gilt er heute auch als ein Wegbereiter der Demokratie in Deutschland.

In seinem kurzen Ein-Personen-Theaterstück "Der Freiheitsbaum" lässt der Autor, Schauspieler und Histotainer Tino Leo die spannende und wechselvolle Geschichte der Mainzer Republik von 1792/93, des ersten demokratischen Gehversuchs auf deutschem Boden, mit Friedrich Lehne und anderen Protagonisten lebendig werden. Tino Leo entwickelt, schreibt und spielt Theaterstücke zu historischen und politischen Themen, mit denen er im ganzen deutschsprachigen Raum, vor allem auch in Schulen unterwegs ist.

Dr. Kai-Michael Sprenger, Gründungsdirektor der Bundesstiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, führt in das Leben und Wirken Friedrich Lehnes ein, der später als Altertumsforscher und Stadtbibliothekar das Geistesleben der Stadt mitprägte und zu den Gründern des Mainzer Museums und zu den Initiatoren des Gutenberg-Denkmals gehörte. Die Veranstaltung des Mainzer Altertumsvereins in Kooperation mit dem Stadtarchiv Mainz unterstützt die Initiative zur Erhaltung des Mainzer Hauptfriedhofs. Mit einer Spendensammlung und Crowdfundfing-Aktion soll die Restaurierung des Grabmals von Friedrich Lehne sowie weiterer Persönlichkeiten ermöglicht werden. 

Termin: 20.01.2026

Uhrzeit: 17 Uhr

Ort: Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz, Rheinallee 3B.

Eintritt: frei - Spenden für Grabmal-Restaurierung willkommen

0.1.3.Montag, 09. Februar 2026: Vortrag

Wilhelm Ohaus: Altmünsterkirche, Aquarell um 1860[Bild: GDKE, Landesmuseum Mainz]

Die Altmünsterkirche - Wechselvolle Geschichte eines unterschätzten Kirchbaus

Dr. Christian George (Archiv der Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Selbst vielen Mainzern ist die Altmünsterkirche kaum ein Begriff. Im Schatten des Altmünstercenters wird sie leicht übersehen. Dabei hat sie eine höchst bemerkenswerte Geschichte: Sie wechselte mehrfach ihre konfessionelle Zugehörigkeit und wurden zwischenzeitig auch zu wissenschaftlichen, medizinischen und militärischen Zwecken genutzt. Beginnend mit der Gründung des Altmünsterklosters um 700 beleuchtet der Vortrag 1300 Jahre Geschichte in Altmünster mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Wiederaufbau der heutigen Ev. Altmünsterkirche in den 1960er Jahren.

Termin: Montag, 9. Februar 2026

Uhrzeit: 18.00 Uhr

Ort: Volksbank Darmstadt Mainz, Neubrunnenplatz Mainz

0.1.4.Mittwoch, 18. Februar 2026: Führung

Führung durch die Ausstellung "Wissensfundament" und die Bibliothek des LEIZA

Dr. Henriette Baron, Dr. Annette Frey (LEIZA)

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des LEIZA! In der Ausstellung "Wissensfundament" zeigt Dr. Henriette Baron, was das LEIZA als modernes Forschungsmuseum ausmacht und wie in seiner 170-jährigen Geschichte das Fundament dafür gelegt wurde. Es ist der ideale Ort, um einmal einen Blick auf das enorme Arbeitsgebiet des LEIZA in Raum und Zeit zu werfen!

Die Bibliothek des LEIZA gehört mit rund 9 Kilometern Literatur zu den größten archäologischen Fachbibliotheken Europas. Unser Vorstandsmitglied Dr. Annette Frey lädt Sie auf einen Streifzug durch diesen beeindruckenden Wissensspeicher ein und verrät, wie hier täglich geforscht, sortiert und zwischen Vergangenheit und Gegenwart vermittelt wird.

Zurzeit ist dort außerdem die Posterausstellung "Ein gut Theil Eigenheit" des Projektes AktArcha zu sehen, an dem das LEIZA als Kooperationspartner beteiligt war. Gewinnen Sie einen lebendigen Einblick in das Leben und Wirken früher Pionierinnen der Archäologie. Neben den informativen Postern erwarten Sie zudem ausgewählte Archivalien und Literatur, die die Geschichten dieser bemerkenswerten Frauen weiter vertiefen.

Termin: Mittwoch, 18. Februar 2026

Zeit: 18 Uhr

Treffpunkt: Leibniz-Zentrum für Archäoloige (LEIZA), Foyer. Ludwig-Lindenschmit-Forum 1, 55116 Mainz

0.1.5.Montag, 09. März 2026: Vortrag

Römische Spolien im Depotregal (Hof des Landesmuseums). [Bild: Prof. Dr. Johannes Lipps]

Zum Aussagewert römischer Bauglieder in Deutschland: ein Fallbeispiel aus Mainz

Univ.-Prof. Dr. Johannes Lipps (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Die römische Steinarchitektur stellt einen einmaligen Schatz kulturellen Erbes dar, der frühe Formen nachhaltiger Urbanität in Deutschland bezeugt. Ihr Großteil ist jedoch als dislozierte Bauglieder (disiecta membra) überliefert, die bisher kaum bekannt, geschweige denn publiziert sind. Das im Jahr 2023 begonnene Akademievorhaben "Disiecta Membra" dient daher der Erschließung, Vernetzung und Auswertung dieses Materialcorpus.

In den Jahren 2024 und 2025 wurden in Zusammenarbeit mit der GDKE erstmals alle römischen Bauglieder aus Mainz in einer Datenbank erfasst. Der Vortrag möchte einen Eindruck von den damit verbundenen Erkenntnismöglichkeiten liefern.

Termin: Montag, 09. März 2026

Uhrzeit: 18.00 Uhr

Ort: Forum der Volksbank Darmstadt Mainz, Neubrunnenplatz Mainz

0.1.6.Dienstag, 17. März 2026: Führung

Grabsteine von Mose Ben Kalonymos (1062) und Meschullam Sohn des Kalonymos (1171)[Bild: Dr. P. Karn]

Führungen durch die neue Ausstellung "Shalom am Rhein - 1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz"

"Shalom am Rhein" führt durch über 1000 Jahre jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz - von den SchUM-Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz, die im Mittelalter das gesamte europäische Judentum prägten und heute UNESCO-Welterbe sind, bis in die Gegenwart.

Dieselben Orte, die einst helle Zentren voller Wissen, Kultur und Glaube waren, wurden auch Zeugen dunkler Episoden der Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung. Berührende Objekte, eindrucksvolle Biografien und Spuren von Zerstörung und Neubeginn eröffnen im Landesmuseum Mainz neue Blicke auf das Miteinander der jüdischen und der nicht-jüdischen Gesellschaft. Erleben Sie die lange, reiche und untrennbar mit Rheinland-Pfalz verwobene jüdische Geschichte.

Die Ausstellung widmet sich dabei auch dem reichen Landjudentum, das sich abseits der großen Zentren am Rhein entfaltete und über Jahrhunderte das Gesicht der Region prägte. In kleinen Gemeinden, zwischen Kirchturm und Dorfplatz, entstanden Synagogen und Friedhöfe, die noch heute von diesem Alltag erzählen. Hier lebten Jüdinnen und Juden als Minderheit inmitten der Mehrheitsgesellschaft - oft gezwungen, sich anzupassen, und zugleich fest entschlossen, ihre eigenen Traditionen zu bewahren. Diese Balance zwischen Nähe und Eigenständigkeit verlieh den Gemeinschaften eine besondere Stärke. Sichtbar wird auch die Rolle der Frauen, die schon zu früher Zeit in Familie, Religion und Handel selbstbewusst Verantwortung übernahmen - ein Bild von Eigenständigkeit, das seiner Zeit voraus war.

So entfaltet "Shalom am Rhein" ein lebendiges Panorama jüdischen Lebens zwischen Integration und Ausgrenzung, Stadt und Land, Tradition und Erneuerung.

Termin: 17. März 2025

Uhrzeit: 18 Uhr

Ort: Landesmuseum Mainz

Um verbindliche Anmeldung beim Altertumsverein wird zwecks Planung der Veranstaltung gebeten (Telefon 0157 559 776 88 oder E-Mail info@mainzer-altertumsverein.de )

1.Dienstag, 14. April: Führung

Blick in die Ausstellung[Bild: Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz, Foto: Marcel Schawe]

Führung durch die Sonderausstellung "Von Albrecht von Brandenburg zu Abraham Roentgen"

Dr. Winfried Wilhelmy

Im stimmungsvollen Kreuzgangobergeschoss des Dommuseums sind ausgewählte Meisterwerke von der Spätgotik bis zum Klassizismus präsentiert: Spitzenstücke der mittelrheinischen Skulptur und Malerei des 15. Jahrhunderts werden dabei ergänzt von Tafelbildern aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. sowie dem frisch restaurierten "Wurzel Jesse-Retabel" des Altenburger Bildschnitzers Franz Geringswald (aktiv um 1510/20).

Eigens für die Ausstellung zusammengesetzt ist der Renaissancerahmen, der die Königin Fastrada (gest. 794) verherrlicht, die vierte Ehefrau Karls des Großen. Unter den Werken der Barockzeit besticht die sogenannte Hausmutter, die einst zu den wichtigsten Kultbildern von Mainz gehörte und erstmals seit 200 Jahren wieder öffentlich zu sehen ist. Blickfang dieser Abteilung ist das 1758 gearbeitete Drehtabernakel von Abraham Roentgen, das drehbar präsentiert wird. Vor einer meterhohen Darstellung des 1793 brennenden Domes verweist die 1802 entstandene Globusuhr des Mainzer Priestermechanikers Paters Alexius Johann am Ende der Ausstellung auf das kommende Zeitalter der Wissenschaften.

Termin: Dienstag, 14. April 2026

Uhrzeit: 17 Uhr

Ort: Dom- und Diözanmuseum Mainz

Unkostenbeitrag: 3 Euro / Person

Um verbindliche Anmeldung beim Altertumsverein bis zum 10.4.2026 wird gebeten

(Tel. 0157 559 776 88 oder per E-Mail: info(at)mainzer-altertumsverein.de ).

1.1.Bereits stattgefundene Veranstaltungen 2026

1.1.1.Dienstag, 06. Januar 2026: Führung

[Bild: GDKE, Landesmuseum Mainz]

Führung durch die Sonderausstellung "Auf zu neuen Werken" - Max Slevogt und sein Verleger Bruno Cassirer

Als "König der Illustration" wird Max Slevogt, der berühmte deutsche Impressionist, von Zeitgenossen gefeiert. Die Sonderausstellung widmet sich erstmals intensiv seiner einzigartigen Zusammenarbeit mit dem einflussreichsten Verleger Berlins der Weimarer Republik, Bruno Cassirer, die diesen Ruf begründete. In diesem Verlag erschien der größte Teil von Slevogts umfangreichen sehr innovativen Illustrationswerken. Grundlage der Präsentation ist die weitgehend unveröffentlichte Korrespondenz, die zahlreiche neue Erkenntnisse über ihre Erfolgsstory, die Zeitgeschichte, ihr Netzwerk sowie das persönliche Verhältnis dieser beiden herausragenden Persönlichkeiten liefert.

Termin: 06. Januar 2026

Uhrzeit:18 Uhr

Ort: Landesmuseum Mainz

Um verbindliche Anmeldung beim Altertumsverein wird zwecks Planung der Veranstaltung gebeten (Telefon 0157 559 776 88 oder E-Mail info@mainzer-altertumsverein.de )

1.1.2.Freitag 09. Januar 2026: Führung über den Mainzer Hauptfriedhof

Detail des Grabsteins von Friedrich Lehne. Verwitterungsspuren und Moosbesatz sind deutlich zu erkennen.[Bild: Dr. P. Karn]

Führung mit Dr. Georg Peter Karn, Dr. Karin Kraus, Gernot Frankhäuser, Dr. Luzie Bratner

In einer weiteren Führung über den Hauptfriedhof führen wir Sie zu den Grabsteinen bekannter Mainzer Persönlichkeiten. Anschließend besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Einkehr und zum Austausch im Warmen im "Baron" auf dem Uni-Campus.

Bitte melden Sie sich an unter Tel. 0157 55977688 oder info(at)mainzer-altertumsverein.de

Helfen Sie auch tatkräftig mit und machen Sie im Familien-, Bekannten- und Freundeskreis und bei allen, die den Hauptfriedhof als einen besonderen und herausragenden Ort in Mainz schätzen, auf die Spendensammlung aufmerksam.

Spenden können Sie einfach und unkompliziert

über die Webseite www.viele-schaffen-mehr.de/Projekte/mainzer-hauptfriedhof

oder per Banküberweisung: IBAN: DE71 5519 0000 0022 0990 22 (Verwendungszweck: Rettung Mainzer Grabmäler).

Wir bedanken uns für Ihre Spende sowie die Bewerbung dieser Aktion und freuen uns darauf, Sie zu sehen.

Termin: Freitag, 09.01.2025

Uhrzeit: 15 Uhr

Treffpunkt: Eingang Untere Zahlbacher Straße (Trauerhalle)