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Exklusive Führung: Dr. Birgit Heide (Mainz), Führung durch die Sonderausstellung „Aurea Magontia – Mainz im Mittelalter“

Dienstag, 11. Oktober 2022, 18.00 Uhr im Landesmuseum Mainz

Die Ausstellung gibt einen Überblick über mehr als 800 Jahre Mainzer Stadtge­schichte. Sie führt vom frühen Mittelalter, als für Mainz ein neuer wirtschaftlicher und politischer Aufstieg einsetzt, über das „Goldene Mainz“ bis hin zur freien Stadt und der Errichtung des Kaufhauses am Brand durch die Mainzer Bürger am Beginn des 14. Jahrhunderts.

Frau Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums und Mitglied des MAV-Beirats, wird die Mitglieder des Mainzer Altertumsvereins persönlich durch die Ausstellung führen, die aus den Sammlungen des Landesmuseums, ergänzt mit Leihgaben aus dem Stadtarchiv Mainz, dem Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz, der Landesarchäologie (Außenstelle Mainz) und dem Stadtmuseum Wiesbaden erstellt wurde.

Bitte beachten Sie: Die Teilnahme ist nur nach erfolgter Anmeldung möglich, gerne über das Anmeldeformular oder per E-Mail an: info@mainzer-altertumsverein.de.

Vortrag: Prof. Dr. Hubertus Günther (München), Die Überwindung von Zweifeln führt zum wahren Glauben – Anton Maulbertschs Bild der „Himmelfahrt Mariens“ vom Hochaltar des Altmünsters in Mainz

Foto Prof. Dr. Hubertus Günther (München)

Montag, 17. Oktober 2022, 18.00 Uhr im MVB-Forum

Der Vortrag behandelt das Bild des großen Wiener Barock-Malers Anton Maulbertsch, das jetzt an der Westwand von St. Quintin in Mainz hängt, im Zusammenhang mit dem Altmünster, für das es ursprünglich bestimmt war. Auf den ersten Blick wirkt es ebenso offensichtlich wie die vielen barocken Altarbilder des gleichen Sujets. Aber bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass es sich wesentlich von den üblichen Darstellungen unterscheidet und eine sehr individuelle Bedeutung hat. Es erweist sich, dass sein Inhalt mit der kostbaren Reliquie des Schweißtuchs Christi verbunden ist, die einst dem Altmünster-Kloster gehörte und jetzt im Mainzer Dom aufbewahrt wird. Gezeigt wird, dass die Darstellung vom Geist der Aufklärung beeinflusst ist. Es scheint, dass sich das Kloster mit der neuen Ausstattung seiner Kirche um die Mitte des 18. Jahrhunderts gegen die Auswirkungen der Säkularisation zu wehren versucht hat, die schließlich zu seinem Untergang führten sollte.

Bitte beachten Sie: Die Teilnahme ist nur nach erfolgter Anmeldung möglich, gerne über das ausgedruckte Anmeldeformular oder per Mail an info@mainzer-altertumsverein.de.

Exkursion: Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ in Trier

Samstag, 29. Oktober 2022

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz veranstaltet in diesem Jahr die große Sonderausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“, eines einst mächtigen Reiches, das zahlreiche Länder des heutigen Europas, Nordafrikas sowie des Nahen Ostens umfasste. Warum ist dieses riesige Reich nach mehreren Jahrhunderten seiner Existenz schließlich im 5. Jahrhundert n. Chr., soweit seine westliche Hälfte betroffen ist, zugrunde gegangen? Bei einer Führung durch diese Sonderausstellung im Rheinischen Landesmuseum werden wir am Nachmittag des 29. Oktober die Antwort(en) auf diese Frage ausführlich erläutert bekommen.

untergang-rom-ausstellung.de

Bereits vor der Mittagspause in einem renommierten Restaurant in der Trierer Fußgängerzone werden wir im Museum am Dom bei einer Führung durch die Ausstellung „Im Zeichen des Kreuzes – Eine Welt ordnet sich neu“ erfahren, wie die neue – anfangs verfolgte – Religion des Christentums durch das römische Kaisertum im 4. Jahrhundert n. Chr. zunächst gefördert und schließlich zur (alleinigen) Staatsreligion erklärt wurde und somit die Grundlagen für die weitere christliche Entwicklung des Abendlandes gelegt wurden.

Zusätzliche Eindrücke zur Geschichte von Trier erhalten wir durch den Reiseleiter auf einem Spaziergang entlang des römischen Stadttors Porta Nigra, des Petrusbrunnens auf dem Hauptmarkt, der Domkirche St. Peter (mit spätrömischem Kernbau) sowie der spätrömischen Palastaula (allgemein unter der Bezeichnung Basilika“ bekannt) und des kurfürstlichen Schlosses. Der Reiseleiter, Dr. Michael J. Klein, Hauptkustos i.R. (Landesmuseum Mainz) und Beirat im Mainzer Altertumsverein, freut sich darauf, Sie, liebe Mitglieder des Mainzer Altertumsvereins, in seine Heimatstadt zu begleiten.

Bei eventuellen Fragen zur Trier-Reise wenden Sie sich bitte an den Reiseleiter: Tel. 0176 / 73 68 33 07; E-Mail: michael.johannes.klein@outlook.de.

Termin: Samstag, 29. Oktober 2022

Abfahrt: Samstag, 29. Oktober 2022, 7:45 Uhr, Mainz Hauptbahnhof, Nordsperre

Leistungen Komfortabler Reisebus, Sämtliche Führungen und Eintritte       

Bitte beachten Sie, dass die Zahl der Teilnehmer/-innen auf 25 Personen begrenzt ist. 

Preis für MAV-Mitglieder € 70,- und für Gäste € 75,- 

Wenn Sie mitfahren möchten, melden Sie sich bitte mit dem ausgedruckten Anmeldeformular an und überweisen Sie den Reisepreis unter Angabe des Reiseziels „Trier“, Ihres Vor- und Zunamens und Ihrer Telefonnummer auf das Exkursionskonto des Altertumsvereins bei der MVB, IBAN: DE71 5519 0000 0022 0990 22, BIC: MVBMDE55.

Bei Rücktritt nach dem 30.09.2022 behalten wir € 30,- p. P. als Kostendeckungsbeitrag ein.

Vortrag: Gernot Frankhäuser (Mainz), Maximilian von Welsch – zum Berufsbild eines Architekten im 18. Jahrhundert

Montag, 7. November 2022, 19.00 Uhr im Haus am Dom, Liebfrauenplatz 8

Maximilian (von) Welsch kam als Militäringenieur nach Mainz und starb 1745 als einer der bedeutenden Architekten des „mainischfränkischen“ Barock. Sein wichtigster Auftraggeber, Kurfürst Lothar Franz von Schönborn, griff nicht nur selbst in die Planungen mit ein, sondern versammelte meist adlige Berater („Kavaliersarchitekten“) um sich. Der Vortrag stellt einige Baudenkmäler vor, die aus diesem Kreis hervorgingen und wirft einen Blick auf den „Dilettantismus“ in den Künsten und das Berufsbild des Architekten im 18. Jahrhundert.

Der Vortrag ist Teil der Architekturreihe der Akademie des Bistums Mainz, Erbacher Hof.

Anmeldung bitte über die Seite des Erbacher Hofes.

Vortrag: Dr. Georg Peter Karn (Mainz), „Wahre Bildnuß der Statt Maintz“ – Historische Ansichten als Quelle für die Denkmalpflege

Matthäus Merians Stadtansicht von Mainz (1633)

Dienstag, 22. November 2022, ca. 19.00 Uhr im Landesmuseum Mainz 

(im Anschluss an die Jahresmitgliederversammlung)

Historische Ansichten werden geschätzt als künstlerische Werke der Malerei oder Graphik, sie gelten jedoch auch als beredte Quellen vergangener Jahrhunderte. Bauhistoriker und Denkmalpfleger können aus ihnen wichtige Informationen über mitunter längst untergegangene oder vielfach veränderte Gebäude gewinnen, die sich zum Teil auch für Restaurierungsmaßnahmen auswerten lassen. In freier Abwandlung der Überschrift von Matthäus Merians berühmter Stadtansicht aus dem Jahre 1633 ist jedoch die Frage zu stellen: Wie wahr sind eigentlich die Bildnisse der Stadt Mainz? Wie zuverlässig sind ihre Aussagen über den historischen Zustand von Bauten, Straßen und Plätzen? Der Vortrag geht diesen Fragen nach und stellt unterschiedliche Beispiele für die Auseinandersetzung mit dem historischen Bildmaterial vor, darunter den Schönborner Hof an der Schillerstraße mit seinen nach dem Zweiten Weltkrieg rekonstruierten Giebelaufsätzen. Ein eigener Abschnitt ist den Erkenntnissen gewidmet, die sich für das farbige Erscheinungsbild historischer Fassaden, wie etwa am kürzlich sanierten Deutschhaus, ableiten lassen.

Bitte beachten Sie: Die Teilnahme ist nur nach erfolgter Anmeldung möglich, gerne über das ausgedruckte Anmeldeformular oder per E-Mail an info@mainzer-altertumsverein.de.

Vortrag: PD Dr. Eduard Sebald (Mainz), Balduin von Luxemburg – Administrator des Erzbistums Mainz. Eine neue Sicht auf die Mainzer Kurfürstenreliefs

Kurfürstenzyklus, Relief des Mainzer Erzbischofs. Foto: Peter Karn

Montag, 5. Dezember 2022, 18.00 Uhr im MVB-Forum

Zu den bekanntesten Stücken des Landesmuseums Mainz gehören die Bildwerke des ehemaligen Mainzer Kaufhauses: die sogenannte Kaufhausmadonna sowie die Reliefs Kaiser Ludwigs IV., d. Bayern, der sieben Kurfürsten und des hl. Martin. Das um 1311/17 errichtete Kaufhaus, eine städtische Einrichtung, in der u.a. zu verzollende Waren gestapelt wurden, wurde 1793 – beim Bombardement der altehrwürdigen Kurfürstenresidenz Mainz – schwer beschädigt und 1812/13 abgetragen. Hingegen blieben die Skulptur und die Reliefs erhalten und wurden bereits im darauffolgenden Jahr der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ikonographie des Dargestellten galt als weitgehend erforscht. Bisher unbeachtet blieb freilich ein Detail: Auf der Schulter des Mainzer Kurfürsten, der unmittelbar neben dem deutschen Regenten dargestellt ist, ist wahrscheinlich ein bekrönter Löwe mit Mainzer Rad skulptiert. Die Kombination beider Wappen ist ein Hinweis auf Balduin von Luxemburg, der zwischen 1328 und 1337 als Administrator des Erzbistums Mainz fungierte. Die Beobachtung legt eine vollkommen neue Deutung der Reliefs nahe, die auch deren umstrittene Datierung klärt. Mit dem Vortrag wird die These erstmals der breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

Bitte beachten Sie: Die Teilnahme ist nur nach erfolgter Anmeldung möglich, gerne über das ausgedruckte Anmeldeformular oder per E-Mail an: info@mainzer-altertumsverein.de.